SGA Tour 2026 Kärnten

08. August - 09. August 2026
SGA Tour 2026 in Kärnten (Kärnten Open)

 

Turnierbericht: Historische Triumphe, Heimsiege und ein Jahrhundert-Schuss bei den Kärnten Open 2026

Die Kärnten Open 2026 haben sich offiziell als das erfolgreichste Turnier in der Geschichte der nationalen Soccergolf Tour in Österreich etabliert. Am 8. und 9. August 2026 versammelte sich die nationale und internationale Fußballgolf-Elite im Süden Österreichs, um auf der renommierten Anlage von Kick2Gether in St. Johann im Rosental um wichtige Ranglistenpunkte und Titel zu kämpfen. Mit einer historischen Rekordbeteiligung von 64 Teilnehmern sprengte die vierte Station der Turnierserie von Soccergolf Austria (SGA) alle bisherigen Bestmarken.

Perfekte Kulisse und erstklassige Bedingungen

Ausgetragen wurde das Event auf der idyllisch gelegenen, 2,5 Hektar großen 18-Bahnen-Anlage in unmittelbarer Nähe des Badesees von St. Johann im Rosental. Die Betreiberfamilie Rebernik präsentierte den anspruchsvollen Parcours – der mit seinen natürlichen Hindernissen aus Holz und Stein maximale Präzision verlangt – in einem absoluten Top-Zustand. Neben den perfekten Platzbedingungen sorgte das eingespielte Team vor Ort auch abseits der Bahnen für eine hervorragende Verpflegung und beste Stimmung unter Spielern und Zuschauern.

Die Einzel-Entscheidungen: Hochspannung und historische Momente

Herren-Einzel: Weltmeister wird Favoritenrolle gerecht

In der Königsklasse der Herren zeigte der amtierende Weltmeister von 2025, Robin Taubenberger, seine ganze Klasse und sicherte sich mit einer herausragenden Leistung souverän den 1. Platz. Dahinter entwickelte sich ein regelrechter Krimi um die verbleibenden Podestplätze: Der Salzburger Patrick Eibl und der Kärntner Lokalmatador Falko Glauß-Wiesner lagen nach den regulären Runden gleichauf. Im anschließenden, nervenaufreibenden Stechen bewies Patrick Eibl die kühleren Nerven und holte sich den 2. Platz, während Falko Glauß-Wiesner das Podest als Dritter komplettierte.

Damen-Einzel: Internationales Top-Niveau und Millimeterarbeit

Das Damen-Feld war in diesem Jahr mit internationalen Topspielerinnen gespickt und bot hochklassigen Sport bis zum letzten Kick. Die Salzburgerin Mira Rakita setzte sich in einem hauchdünnen Finale durch und feierte den Turniersieg. Dahinter kam es zu einem packenden Duell um Silber: Marcela Hradecna und Tanja Taubenberger mussten nach Rundenende ins Stechen. Nach einem intensiven Extraloch behielt Marcela Hradecna knapp die Oberhand und sicherte sich den 2. Platz, während Tanja Taubenberger das hochkarätige Podest als Dritte komplettierte.

Senioren Ü55: Historischer Heimsieg für Kärnten

Für eine schöne Überraschung aus Kärntner Sicht sorgte Falko Glauß-Wiesner der die Kategorie der Senioren +55 für sich entscheiden konnte. Der Kärntner Lokalmatador war top vorbereitet auf das wichtigste Turnier in Kärnten. Mit einem herausragenden Gesamtscore von -20 über drei Runden konnte er die Konkurrenz hinter sich lassen und den allerersten Titel für einen Kärntner Spieler in der Geschichte der Soccergolf Austria Tour holen. Er verwies dabei den Salzburger Topspieler Stefan Mayerhofer auf Platz 2. Das der Heimvorteil entscheidend sein kann unterstreicht auch der dritte Platz: Glauß-Wiesner bezwang sogar den deutschen Weltranglistenersten dieser Kategorie, Stefan Taubenberger, der sich mit dem 3. Platz begnügen musste.

Junioren: EM-Revanche auf Kärntner Boden

Ein absolutes Highlight war der Auftritt der europäischen Nachwuchs-Elite. Bei den Junioren nutzte der älteste Spieler dieser Kategorie, Markus Fimberger vom Innviertler Verein, seine Erfahrung optimal aus und setzte sich verdientermaßen die Krone auf. Dahinter entbrannte ein hochklassiges Duell um den Vize-Titel: Der amtierende Nachwuchs-Europameister Raphael Hofmann matchte sich Loch für Loch mit dem Vize-Europameister, dem Kärntner Lokalmatador Aurelio Wiegele-Schellander. Am Ende behielt Raphael hauchdünn mit nur zwei Schüssen Vorsprung die Oberhand und sicherte sich Platz 2 vor Aurelio auf Platz 3. Extrem stark präsentierte sich auch das nächste Kärntner Nachwuchstalent: Mattis Wiegele-Schellander zeigte eine tolle Performance und belohnte sich mit dem respektablen, wenn auch undankbaren 4. Platz.

Doppel-Sonntag: Emotionen pur und das „Hole in One“ des Tages

Der Sonntag stand ganz im Zeichen des Teamgeists und bewies eindrucksvoll, dass Fußballgolf eine absolute Mentalsache und bis zur letzten Sekunde eine spannende Angelegenheit ist.

Damen-Doppel: Deutsche Präzision triumphiert im Stechen

Wie eng Freud und Leid im Fußballgolf beieinanderliegen, untermauerten die Damen-Doppel-Paarungen. Nach den regulären Runden kam es zu einem absoluten Gipfeltreffen an der Spitze. Die deutschen Top-Spielerinnen Tanja Taubenberger und Helmine Klaiber mussten gegen das hochkarätige Duo Marcela Hradecna und Mira Rakita ins alles entscheidende Stechen. Taubenberger/Klaiber behielten in dieser absoluten Drucksituation jedoch eiserne Nerven, ließen überhaupt nichts anbrennen und kürten sich zu den verdienten Kärnten-Open-Siegerinnen. Das Podest komplettierte ein überaus sympathisches Duo vom 1. Salzburger Fußballgolfverein: Petra Bernberger und Margit Schwaiger zeigten eine starke Leistung und sicherten sich den hervorragenden 3. Platz.

Herren-Doppel: Turniersieg für die Tour-Gründer

Hochemotional wurde es auch an der Spitze des Herren-Doppels: Niemand Geringeres als die Initiatoren der Austria Soccergolf Tour selbst – die Brüder Marcel und Dominik Hartung – krönten ihre absolute Top-Leistung verdientermaßen mit dem Titel. Sie lieferten sich ein hauchdünnes Duell mit den Salzburgern. Mit nur einem einzigen Schuss Rückstand auf Platz 1 folgten Stefan Mayerhofer und Joe Stopfner (1. Salzburger Fußballgolfverein) auf dem sensationellen 2. Platz.

Wahnsinns-Stechen um Platz 3: Ein Schlag für die Geschichtsbücher

Noch spektakulärer verlief die Entscheidung um den letzten Herren-Podestplatz, der in einem "kleinen Finale" über drei Löcher im Stechen ausgetragen wurde. Das Kärnten/Salzburg-Duo Michael Schellander und Hannes Hartl zeigte eine bärenstarke Leistung und führte nach zwei gespielten Löchern bereits komfortabel mit zwei Schüssen Vorsprung. Das Podest schien sicher.

Doch man hatte die Rechnung ohne den Einzel-Weltmeister gemacht: Auf der alles entscheidenden Bahn 18 setzte Robin Taubenberger zu einem Kunstschuss an, der den Kärnten Open ein bleibendes Denkmal setzte. Aus rund 80 Metern Entfernung zirkelte er den Ball mit chirurgischer Präzision durch drei Hindernisse hindurch direkt ins Loch – das unumstrittene Hole in One des Tages. Dieser Geniestreich eliminierte den Rückstand auf einen Schlag. Gemeinsam mit Partner Peter Klaiber sicherte sich Taubenberger im ultimativen Finish im Stechen doch noch den 3. Platz.

Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick

Kategorie

Platzierungen & Highlights

🏆 Herren Einzel

1. Robin Taubenberger (Weltmeister 2025)
2. Patrick Eibl (nach Stechen)
3. Falko Glauß-Wiesner

🏆 Damen Einzel

1. Mira Rakita (Salzburg)
2. Marcela Hradecna (nach Stechen)
3. Tanja Taubenberger

🏆 Senioren +55

1. Falko Glauß-Wiesner (-20 Score – Historischer 1. Kärntner SGA-Titel)
2. Stefan Mayerhofer (Salzburg)
3. Stefan Taubenberger (Weltranglisten-Erster aus Deutschland)

🏆 Junioren

1. Markus Fimberger (Innviertel)
2. Raphael Hofmann (Nachwuchs-Europameister)
3. Aurelio Wiegele-Schellander (Kärntner Vize-Europameister)
Sowie ein starker 4. Platz für Mattis Wiegele-Schellander

👥 Herren Doppel

1. Marcel & Dominik Hartung (Tour-Initiatoren)
2. Stefan Mayerhofer & Joe Stopfner (1. Salzburger FGV, -1 Schuss)
3. Robin Taubenberger & Peter Klaiber (nach sensationellem Hole in One auf Bahn 18)

👥 Damen Doppel

1. Tanja Taubenberger & Helmine Klaiber (Deutschland, nach Stechen)
2. Marcela Hradecna & Mira Rakita
3. Petra Bernberger & Margit Schwaiger (1. Salzburger FGV)

Fazit und Ausblick

Die Kärnten Open 2026 gehen als ein Turnier der Superlative in die österreichischen Sportgeschichtsbücher ein. Neben den historischen Premierensiegen für das Bundesland, den emotionalen Erfolgen im Doppel, den Nervenkrimis im Stechen und dem unvergesslichen 80-Meter-Hole-in-One hat vor allem die Jugend gezeigt, wie hoch das sportliche Niveau in Österreich bereits ist. Die sensationellen Leistungen der einheimischen Nachwuchstalente lassen auf eine erfolgreiche Zukunft blicken.

Die SGA-Tour verlässt das Rosental mit reichlich Aufwind für die lokale Szene rund um die Anlage in St. Johann. Der Fokus der gesamten Community richtet sich nun geschlossen auf das ganz große Tour-Finale: Die Innviertel Open im Oktober 2026.

 

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